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Wie Katz und Mouse: Meine Fortbildung zur CSM-Managerin

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CSM? Bitte-was-managen? Die meisten denken an Medizintechnik, Computertomografie, auf deren Bedienung ich nun spezialisiert sei. Bizarr wirds ohne Managerin, hinten nur ein zweites M: CSMM, ich mach CSMM. Gott, tut das weh? Manche denken an eine gewerblich betriebene Abart von SM. Als Dichterin! (Die quälen sich ohnehin gern.) Andere wiederum meinen, es handle sich um eine Krankheit. FSME. Frühsommermeningitis. Die berüchtigte Hirnhautentzündung. Oder das chronische Müdigkeitssyndrom, CMS. Ich hatte im Mai mit der Fortbildung begonnen, Frühsommer und lichtbedingte Müdigkeit waren gar nicht so abwegig, zumal mir das Hirn und die Haut drumherum zunehmend entzündet schienen vor lauter CSS und der ganzen irren Syntax in geschweiften Klammern oder in jQery auf Dollarzeichen folgend.

Mit einem CMS professionell umgehen zu können, gehört zum Praxisprojekt der Fortbildung, das ist ein Content Managment System, nicht zu verwechseln mit Contest Managment System, was eine Songcontest- oder Castingshow-EDV zu sein scheint, mit der man TV-Sendeplätze mit Sinnlosigkeit füllen kann ohne große Scherzkeksberufung. Nein, mit einem CMS baut und füllt man dynamische Webseiten mit Inhalten, ohne gleich Programmierer sein zu müssen. Und stelle ich mir Robert Lembke mit seinen Schweinlein in den Siebzigern vor, seine Aufforderung, eine typische Handbewegung zu machen, ich täte mich erst selber umarmen und dann auf jeden einzelnen im Studiopublikum zeigen. Meine 492 Freunde. Was die Ratenden damals als hauptberuflichen Swinger gedeutet hätten; ach, noch nicht einmal dieses Wort kannten sie. Womit wir beim Sozialteil der Fortbildung wären, dem Share-Wahn, den es zu produzieren gilt als CSMM. Beim Begriff Inhalte teilen hätte ich bis vor einigen Jahren an Sangria-Eimer gedacht, was ja eher Asozial-Media ist. Ich hatte manchmal befürchtet, mich als Schriftstellerin zu weit von mir fort zu bilden, aber das Gegenteil ist eingetreten: „Moderner war ich nie.“ (O-Ton Katrin Wessel, Teilnehmerin, siehe auch Berliner Morgenpost, Woche 41/2014.) Und weil ich jede Menge über online-PR und virales Marketing gelernt habe, blogge ich hier einmal ausdrücklich, wo genau man in Berlin als Frau auf einzigartige, respektvolle Weise zur Expertin in Sachen Web 2.0 ausgebildet wird. Danke, FCZB!

FrauenComputerZentrumBerlin. Content and Social Media Managment. 6 Monate, Vollzeit. www.fczb.de

(Inhalte: HTML5, CSS3, PHP, jQuery, MySQL, Javascript, Contao, Joomla, WordPress, Bildbearbeitung, Vektorgrafik, Audio-, Video-Podcast, Newslettermailing, SEO, Digitale Pressemappe, Akquise, Texten für Print & Web, Datenschutz, Kryptografie, Microblogging, Soziale Netzwerke, Social Bookmarking, Urheberrecht, Webkonzepte u.v.m.)

Bildquellen

  • katz-und-mouse: w.r.wagner, pixelio.de